28.05.2019
Kategorie: Frauen

Spielbericht: SVE Comet Kiel – SG Flintbek/Russe

26.05.2019


Aufstellung:

 

Tor: Lisa

 

Abwehr: Theresa, Martina, Anna, Vögelchen

 

Mittelfeld: Saskia, Kristin, Michi

 

Sturm: Dana, Maike, Jule

 

Bank: Mimi, Jessi, Ema, Merve, Lynsche, Özgül

 

Dieses Spiel war zugleich das letzte Spiel der Saison und das letzte Spiel für Anna, die die Fußballschuhe danach an den Nagel hängen wird. Aber in jedem Ende wohnt immer auch ein Anfang: Dieses Spiel sollte außerdem das jeweils erste Spiel für Kristin und Özgül werden. Beide Teams liefen früh um 11 Uhr noch etwas morgenmuffelig zum Anstoßpunkt, was für unchristliche Zeiten für einen Sonntag! Auch das Wetter war wenig freundlich, just zum Schluss noch mal ein Sonntag voller Nieselregen. Das waren beide Mannschaften nicht mehr gewohnt und dem Publikum bot sich eine Art Slapstick-Fußball. Gerade zu Beginn entstand jede gefährliche Situation eigentlich immer nur daraus, dass jemand anderes am Ball vorbeirutschte, sonst irgendwie das Gleichgewicht verlor oder einfach der Ball versprang. Wir mussten außerdem bereits vor dem Anstoß umstellen, da Saskia sich beim Fahrradfahren auf dem Hinweg verletzte, sodass Mimi auf der Sechs einsprang. Es dauerte nur wenige Minuten, da hatten sich bereits Anna, Vögelchen und Lisa an der Hand verletzt, konnten aber glücklicherweise weiterspielen. Kristin hatte die Sonderaufgabe die gefürchtete Torschützenkönigin (22 Tore) der SG zu decken, was ihr auch wirklich gut gelang.

 

Nur in der 30. Minuten stand sie doch einmal frei, auch Martina, Anna und Theresa kamen nicht mehr rechtzeitig angerannt, sodass sie den Ball ganz bequem zum 0:1 verwandeln konnte. Eine wirklich undankbare Aufgabe für das erste Spiel… Nach der Pause sollten Merve und Ema vorne für Wirbel sorgen, doch Merve musste relativ bald schon den Platz verletzt wieder verlassen. Für sie kam Jessi. Es gab Chancen auf beiden Seiten, aber keine Mannschaft war deutlich überlegen. Auch wenn wir uns inzwischen einigermaßen an den nassen Platz gewöhnt hatten, merkte man doch deutlich, dass es in diesem Spiel für beide Mannschaften um nichts mehr ging. Flintbek/Russee findet sich seit langem konstant auf Platz vier und wir auf Platz fünf. Selbst bei einem Sieg könnten wir nur punktetechnisch aufschließen. Im Torverhältnis wäre uns die SG immer noch überlegen. Das Spiel plätscherte also so dahin, bis Maike nach einem langen Befreiungsschlag aus der Abwehr in der 74. Minute plötzlich mutterseelenallein auf das Tor zu lief. Einfach mit der Seite reinschieben hatte Pelle gesagt und genau das machte Maike auch. Plötzlich stand es 1:1 und der Lebensgeist des Spiels erwachte wieder. Huch, hier war ja vielleicht doch noch etwas drin! Inzwischen war auch Jule wieder eingewechselt worden und sorgte mit Ema und Maike für Alarm. Wir warfen noch einmal alles nach vorne und setzten die SG richtig unter Druck. Dieses Mal war es Jule, die über links mit dem Ball auf das Tor zukam. Die Torhüterin kam raus und machte sich breit, um ihr den Weg zu versperren, doch Jule hörte Maike rufen und spielte im letzten Moment noch ab. Und Maike verwandelte den Schuss mit einem unvergleichlichen Seitfallrückzieher. Mit diesem Treffer Nummer 9 hat sie Ilka, die verletzt zuschauen musste, als beste Torjägerin überholt. Eine erfolgreiche Saison als Stürmerin für unsere ehemalige Torhüterin.

 

Da durfte sie sich eine wohlverdiente Pause auf der Bank gönnen, sodass Özgül auch noch ihren Einsatz bekam. Die letzten Minuten wurden noch einmal etwas ruppiger, schließlich hatte mit dieser Wende niemand mehr gerechnet, die SG kassierte noch eine gelbe Karte und dann kam der Pfiff in die Sommerpause. Ein großes Lob sei an dieser Stelle dem Schiedsrichter Salih Topaloglu ausgesprochen, der das Match mit aller gebührenden Ruhe und dennoch mit einer klaren Message sehr souverän leitete.