23.04.2019
Kategorie: Frauen

Spielbericht: VfB Kiel – SVE Comet

Dienstag 16.04.2019


Aufstellung:

 

Tor: Lynsche

 

Abwehr: Theresa, Martina, Lisa, Vögelchen

 

Mittelfeld: Maren, Mimi, Michi

 

Sturm: Saskia, Illi, Dana

 

Bank: Ema, Maike, Klinge, Anni

 

Nach der Pleite vom vergangenen Sonntag gegen Rot-Schwarz wäre dieses Nachholspiel am Dienstagabend auf der Waldwiese gegen den punktlosen Tabellenletzten natürlich die Gelegenheit gewesen, um wieder Selbstvertrauen zu tanken. Leider konnten wir jedoch mit dem Druck, hier punkten zu müssen, um uns nicht zu blamieren und dem VfB die ersten Punkte zu schenken, nicht so gut umgehen. Wir spielten von Anfang an unkonzentriert und wirkten einerseits aufgeregt, schienen aber andererseits den Gegner zu unterschätzen. Jedenfalls ließen wir unseren Gegenspielerinnen relativ freien Lauf, obwohl unsere Pässe zu Beginn so unkontrolliert waren, dass der VfB zwangsläufig ohne große Mühe immer wieder an den Ball kam.

 

Die erste Hälfte ist im Grunde absolut nicht erwähnenswert, obwohl wir Torchancen ohne Ende hatten. Die Spielerinnen vom VfB versuchten konsequent jeden Versuch, Fußball zu spielen, zu unterbinden, indem sie den Ball immer wieder ohne Not ins Aus schossen. Waren wir im Ballbesitz wurde die ballführende Spielerin meist von mehreren gleichzeitig attackiert, ob Ball oder Bein getroffen wurde, schien keine Rolle zu spielen. Traurigerweise hatten wir diesem Spielstil jedoch nicht viel entgegenzusetzen. Die eigentliche Hauptattraktion in diesem Spiel waren somit nicht wir, sondern eher die Kanadagänse (branta canadensis) und Graugänse (anser anser), die sich von uns nicht stören ließen und friedlich auf dem Feld grasten. Wildlife zum Anfassen. Lynsche, die nicht viel zu tun hatte und in unserer Hälfte zeitweise das einzig menschliche Wesen darstellte, könnte nach den detaillierten Beobachtungsstudien, zu denen sie Gelegenheit hatte, der Ornithologen-Gesellschaft beitreten.

 

Der einzige Lichtblick an diesem trotz Sonnenschein düsteren Dienstagabend war Emas lang ersehnter erster Treffer. Nach der Pause war sie für Saskia (und Maike für Dana) eingewechselt worden und sorgte von nun an für Wirbel in unserem Sturm. Bereits drei Minuten nach Wiederanpfiff traf sie zu dem für uns so wichtigen 1:0. Wer erwartete, dass dies nun der Weckschuss gewesen sei, wurde leider bitter enttäuscht. Zwar legte Maike in der 60. Minute noch zum 2:0 nach und wir präsentierten uns in der zweiten Hälfte insgesamt wacher. Ema hatte noch mehrere gute Möglichkeiten mit dem Kopf. Doch insgesamt zeigten wir leider alle immer noch viel zu wenig. Die drei Pflichtpunkte wurden zwar eingefahren, zufrieden können wir mit dieser Leistung allerdings nicht sein.