07.03.2019
Kategorie: Frauen

Spielbericht SSG Rot-Schwarz Kiel II – SVE Comet Kiel

Sonntag, 03.03.2019


Zum ersten Spiel nach der Winterpause trafen wir die Reserve der SSG Rot-Schwarz Kiel auf dem Fettberg. Wir entschieden uns mit Blick auf das letzte Spiel gegen die SSG, bei dem Rot-Schwarz bereits in der ersten Hälfte 3:0 in Führung gegangen war, defensiv aufzutreten und erst aus dieser Sicherheit heraus anzugreifen. Beim letzten Mal hatte es nur knapp für eine 3:2-Niederlage gereicht. Diese Blöße wollten wir uns in dieser Saison nicht wiedergeben.

 

Aufstellung:

Tor: Lynsche

Abwehr: Vögelchen, Lisa, Martina, Theresa

Mittelfeld: Mimi, Maren, Michi, Illi, Anni

Sturm: Leeni

 

Der Plan schien zunächst aufzugehen. Wir hatten den rot-schwarzen Sturm von Anfang an gut im Griff. Lisa und Martina standen hinten sicher, sodass Vögelchen und Theresa immer wieder Gelegenheit fanden, vorne zu unterstützen. In der 18. Minute empfing Anni eine Flanke direkt vorm Tor. Panisch stürzte die Torhüterin auf sie zu, doch Anni ließ sich nicht beirren und schob die Kugel lässig über die Linie. Die ganze erste Hälfte waren wir eindeutig überlegen, erst gegen Ende, als der gegnerische Sturm sich auf lange Bälle verlegte, gerieten wir das ein oder andere Mal in Verlegenheit. Die SSG hatte zwei gute Chancen, doch einmal war Theresa zur Stelle und einmal geriet der Nummer 2 die eigene Mitspielerin dazwischen. Meist jedoch klärte Lisa mit dem Kopf, bevor es überhaupt brenzlig werden konnte. Wahrscheinlich stellte sie in diesem Spiel den Kopfballrekord der ganzen Liga auf – was jedoch seine Folgen hatte: Nach der Pause mussten wir sie bitten, zur Beobachtung auf der Bank zu bleiben. Die Lücke in unserer starken Abwehrformation versuchten wir zu füllen, indem Maren schweren Herzens ihre alte Position in der Innenverteidigung wiederaufnahm. Theresa rückte dafür neben Mimi auf die Sechs und Nele übernahm die linke Außenseite. Auch im Sturm hatte es eine Veränderung gegeben. Ema war bereits gegen Ende der ersten Hälfte für Leeni gekommen.

 

Für Aufregung sorgte eine kleine Verletzungspause von Anni, da sie aufgrund eines akustischen Missverständnisses zwischen Jan und dem Schiedsrichter zu früh wieder den Platz betrat und eine gelbe Karte kassierte. Das Spiel selbst war hingegen auf beiden Seiten sehr fair. Nach der anfänglichen Ein- und Auswechselverwirrung, die die SSG zum Glück nicht nutzen konnte, spielten wir uns allmählich ein und setzten die SSG unter Druck. Woman of the Match wurde in dieser Phase Mimi, die sich immer öfter vorne miteinschaltete und in der 57. Minute erst für das 2:0 sorgte, nur um dann in der 69. mit links noch einmal zum 3:0 nachzulegen.

 

Mit dem Torjubel brach jedoch auch unsere Konzentration ein. Bereits in der 70. Minute konnte Merit Möller den Anschlusstreffer erzielen, da unsere Abwehr sich im Ballbesitz nicht entscheiden konnte, wo sie den Ball hinspielen sollte. Sollten wir uns diese Führung noch aus der Hand nehmen lassen? War das Spiel nicht so schon spannend genug? Nein, in der 80. Minute mussten wir, nachdem wir beim Einwurf gepennt hatten, in der 80. Minute auch noch ein Eigentor schießen! Ein klarer Fall von zur falschen Zeit am falschen Ort: Nele bekam den Ball volles Pfund in den Magen, was an sich schon schmerzhaft genug aussah, doch zu allem Unglück prallte er auch noch ab und kullerte, entsetzte Blicke nach sich ziehend, hinter die Linie. Der Anfang vom Ende? Keineswegs. Endlich rissen wir uns wieder zusammen und verteidigten wieder konsequent. Mimi musste zwar verletzt ausgewechselt werden, dafür war Lisa wieder einsatzfähig. Theresa neutralisierte die Spielmacherin und wir retteten uns und die drei Punkte dann doch noch sehr stabil über die letzten 10 Minuten.

 

Im Grunde war es also doch wieder ein ähnliches Spiel wie im letzten Jahr - zu unserem Glück diesmal aber mit anderen Vorzeichen.