19.11.2018
Kategorie: Frauen

Spielbericht: TSV Klausdorf II – SVE Comet

Sonntag, 18.11.2018


Aufstellung:

 

Tor: Lynsche

 

Abwehr: Nele, Maren, Martina, Theresa

 

Mittelfeld: Mimi, Jule, Michi, Illi, Ema

 

Sturm: Maike

 

An diesem Sonntag mussten wir uns gegen den Aufsteiger, Tabellenführer und Lokalrivalen TSV Klausdorf II beweisen. Obwohl wir mit der künstlichen Gleichmäßigkeit und Ebenheit des luxuriösen Kunstrasens so unsere Schwierigkeiten hatten, schließlich sind wir auf dem Kieler Ostufer doch eher an die ganz eigenen Tücken des schlammigen Schotters gewöhnt, spielten wir in der ersten Halbzeit so gut wie lange nicht. Mimi war von ihrer langen Verletzungspause nicht das Geringste anzumerken. Sie räumte auf der Sechs alle Bälle ab, lange bevor sie gefährlich werden konnten, und fand sogar die Kraft immer wieder nach vorne durchzustoßen. Der Sturm des TSVK brachte unsere Abwehr nicht ins Wanken. Mehr als ein paar schnell geklärte Ecken, konnte er in der ersten Hälfte nicht heraushohlen. Seine Stürmerinnen gaben nicht einen richtigen Torschuss ab. Doch auch wir hatten große Schwierigkeiten, die Defensive des Gegners zu überwinden, auch wenn wir vielleicht insgesamt die besseren Möglichkeiten hatten.

 

Zuversichtlich gingen wir also in die zweite Hälfte. Anna löste Mimi ab (man muss es schließlich nicht gleich wieder übertreiben) und Ema rückte für Maike in die Sturmspitze, während Saskia für diese auf die Außenbahn ging. Eigentlich wäre in diesem Spiel noch viel möglich gewesen. Uns fehlte aber letztlich das Glück. Bei einem Einwurf leitete Theresa unglücklich den Ball mit dem Kopf weiter in den Strafraum und auch im Zentrum wurde für einen Augenblick nicht aufgepasst. Nimm du ihn, ich hab ihn sicher. Das ließ sich die Klausdorferin natürlich nicht zweimal sagen und traf in der 51. Minute zum 1:0. Leider zeigte sich gegen den konditionell relativ starken TSVK nun auch wieder unsere 60-Minuten-Schwäche. Während die Klausdorferinnen Leistung und Tempo bis zum Ende des Spiels konstant aufrechterhalten konnten, fiel uns das laufen immer schwerer.

 

Theresa hatte dauernd zwei Gegenspielerinnen. Martina musste raus, wir stellten auf Dreierkette um und Melissa unterstützte vorne. Es wäre nun an der Zeit gewesen, noch mal eine Schippe draufzulegen und das Tempo zu steigern, dazu fehlten uns aber Kraft und Ausdauer. Wir hatten zwar noch einige Chancen, beim Abschluss vermisste man dann aber doch das letzte bisschen Entschlossenheit. Auch die Klausdorferinnen glänzten zwar nicht mit atemberaubendem Zusammenspiel, wie man das vielleicht von einem Herbstmeister erwarten konnte, brachten uns aber immer wieder in Bedrängnis. Das Genick brach uns letztlich ein Elfmeter in der 77. Minute. Die Klausdorferin lief alleine aufs Tor zu und aus dem nichts kam Illi von hinten und grätschte mit unvergleichlichem Einsatz den Ball weg. Es war ballgespielt, doch die Klausdorferin fiel und der Schiedsrichter blies in seiner Trillerpfeife.

 

Lynsche war chancenlos und der TSVK triumphierte. Abgesehen von zwei gelben Karten, eine auf jeder Seite, passierte in den nächsten fünfzehn Minuten nicht mehr allzu viel. Insgesamt lässt sich sagen, dass der Sieg deutlich zu hoch ausfällt. Das 2:0 als Ergebnis spiegelt das Spiel nicht so recht wieder. Rein spielerisch war nicht zu erkennen, dass der TSVK auf Platz 1 und wir auf Platz 6 stehen, aber unsere Kondition reicht im Augenblick nicht aus, um bei einem wirklich ebenbürtigen Gegner ein bisschen Pech, auch ohne die Hilfe der Fortuna noch mal auszugleichen.