06.11.2018
Kategorie: Frauen

Spielbericht: SVE Comet – SC Fortuna Wellsee

Sonntag, 04.11.2018


Aufstellung:

 

Tor: Lynsche

 

Abwehr: Vögelchen, Maren, Lisa, Nele

 

Mittelfeld: Theresa, Michi, Illi, Jule, Anni

 

Sturm: Leeni

 

Nach erneuter erzwungener Pause starteten wir auf dem Radsredder mit dem Ziel, den chaotischen Eindruck aus dem Spiel gegen Elmschenhagen wieder wett zu machen. Es fing nicht schlecht an, wir spielten gut zusammen, während Wellsee den Erfolg beinahe ausschließlich darin suchte, hohe Bälle auf die zentrale Stürmerin zu spielen. Das Problem war lediglich, dass Wellsee mit dieser Strategie leider Erfolg hatte und in der 18. Minute genau so das 1:0 erzielte. Wir reagierten jedoch postwendend. Michi glich nur wenige Minuten später aus. Es bleibt ein Rätsel, warum wir immer erst ein Gegentor als Initialzündung kassieren müssen, um selbst Tore zu schießen. Damit machen wir uns nur das Leben schwer. Der Ausgleich jedoch gab uns Aufwind wir kombinierten gut, standen auch in der Abwehr wieder sicherer, konnten jedoch die Chancen, die wir uns erarbeiteten, nicht verwerten, bis Jule kurz vor dem Halbzeitpfiff auf der linken Seite durchstartete, eigentlich schon passen wollte, sich dann aber an Pelles Ermahnung in der Ansprache erinnerte: ein Haken, die Gegnerin bremste sie nicht, Jule vor dem Tor und klingeling – 2:1. So einfach kann es manchmal sein.

 

In der zweiten Hälfte starteten wir dominant, konnten jedoch die Führung nicht ausbauen, obwohl wir immer wieder gefährliche Chancen herausarbeiteten. Nach und nach spürte man leider, wie die Kräfte nachließen und ein immer größer werdendes Loch zwischen Abwehr und Mittelfeld entstand, das immer schwerer ausgeglichen werden konnte. Während Wellsee sich auf kräftesparende Defensivarbeit konzentriert hatte und wir Einwurf nach Einwurf ausführen mussten, hatten wir versucht, auf dem tiefen Novemberrasen Fußball zu spielen, und die Beine wurden nun langsam schwer. Wellsee arbeitete sich immer öfter zum Torraum vor und wir konnten häufig nur zur Ecke klären. Sollten wir wechseln, um frische Kräfte zu entfesseln, oder würde das die Ordnung durcheinanderbringen? Ema kam für Anni. Wenig später musste Leeni raus und Maike durfte in den Sturm. Dann traf Nele ein Ellenbogen am Brustbein und Martina musste für sie linken Außenverteidiger spielen. Es galt, die Führung irgendwie über die 90 Minuten zu retten. Das gelang uns auch – fast. In der 90. Minute kam wieder so ein verhängnisvoller hoher Ball, hinter dem alle nur noch hinterhergucken konnten. Lynsche entschied sich zu spät, doch noch rauszukommen: Ausgleich in der letzten Minute. Würden wir es schaffen, noch einmal in Führung zu gehen? Leider ließen wir stattdessen die Köpfe hängen, eroberten im Mittelfeld nicht konsequent genug die Bälle und ließen die Wellseer Stürmerin hinter dem nächsten hohen Ball hinterherrennen. So vergaben wir den eigentlich verdienten Sieg in der Nachspielzeit. So ist eben Fußball, mal spielt man schlecht und holt drei Punkte und mal spielt man gut und geht leer aus, weil in den letzten Minuten doch noch Kraft, Glück und Konzentration nachlassen.

 

Aber: Kopf hoch, Mädels! Nach dem Spiel ist (in diesem Fall tatsächlich!) vor dem Spiel. Nächsten Sonntag geht es um 14:00 Uhr auf dem Cometplatz gegen den SV Knudde 88 Giekau, der mit uns und Wellsee punktgleich ist.