25.10.2018
Kategorie: Frauen

Spielbericht: SVE Comet Kiel – SG Elmschenhagen/Barsbek

Sonntag, 21.10.2018


Aufstellung:

 

Tor: Lynsche

 

Abwehr: Vögelchen, Maren, Theresa

 

Mittelfeld: Nele, Illi, Michi, Saskia

 

Sturm: Jule, Ema, Dana

 

Bank: Anna, Anni, Leeni

 

Da Maren an diesem Sonntag die einzige Innenverteidigerin am Start war, versuchten wir es mal mit einer Dreierkette in der Abwehr mit Maren im Zentrum und Theresa und Vögelchen – wie meist – auf außen. Man merkte unserem Spiel jedoch an, dass wir erstens das nicht gewöhnt sind und zweitens schon wieder zwei Wochen spielfrei hatten. Wir spielten unkonzentriert und nervös. Von dem Selbstbewusstsein nach dem starken Auftritt gegen den KMTV war nicht mehr viel zu sehen, sodass wir uns gegen den Vorletzten (die SG hat bisher erst einen Punkt) erstaunlich, d.h. nahezu erschreckend schwertaten. In der 27. Minute musste dann auch noch ausgerechnet Maren nach einem Pressschlag verletzt ausgewechselt werden. Für sie kam Anna, gleichzeitig sollte Anni für Dana frischen Wind im Sturm bringen. In dieser Konstellation hatten wir hinten tatsächlich noch nie zusammengespielt und kleinere Kommunikationsprobleme wurden nur allzu offensichtlich. Die SG Elmschenhagen/Barsbek spielte auf wie noch nie in dieser Saison aber eben auch, weil wir sie ließen. So kam es, wie es kommen musste, in der 43. Minute fiel das 0:1. Selbst das hatte die SG noch nicht einmal eigenständig erzielt, sondern Illi lenkte den Ball unglücklich bei einem Rettungsversuch ins Tor. Letztlich war es aber nur die logische Konsequenz aus unserem unkonzentrierten Durcheinander und symptomatisch für unser Spiel an diesem Sonntag. Dennoch war dies wohl die Provokation, die wir brauchten, um selbst die Abwehrreihen zu durchbrechen. Noch in der nächsten Minute rannte Anni nach einem Konter und einem schönen Pass alleine aufs Tor und verwandelte das Ding! Endlich! Halbzeitpfiff.

 

Nach der Pause kam Leeni für Ema. Immerhin wurde das Spiel nach Pelles Ansprache zunächst etwas geordneter. Insbesondere hinten redeten wir viel miteinander. Anna schaffte es, ihren Vorwärtsdrang an die Leine zu legen und stattdessen wie ein Beinahe-Libero hinten abzusichern. Einige Male wähnten sich die Elmschenhagnerinnen schon in guter Schussposition, da brauste sie dazwischen und grätschte in letzter Sekunde den Ball vom Fuß. Allein der Weg nach vorne ist weit, wenn man nicht gut zusammenspielt. Passspiel und Ballannahme sahen teilweise aus wie bei Anfängern. Im Strafraum verdribbelten wir uns vor dem Tor eher in drei Gegenspielern, als einfach mal abzulegen und die Mitspieler im Blick zu behalten. Zwei Freistöße aus guter Position gingen weit über das Tor hinaus. Wir ärgerten uns über uns selbst und wurden immer frustrierter, was der Konzentration meist auch nicht gerade förderlich ist. Nele geriet immer wieder mit ihrer Gegenspielerin aneinander, bis sie eine gelbe Karte kassierte. Auch Vögelchen sah gelb, wenn auch eher ungerechtfertigt (ihre Gegenspielerin war in ihrem Schnürsenkel hängen geblieben). Kurz vor Schluss wurde Nele dann auch noch als Reaktion auf ein weiteres vermeintliches Foul geschubst, sodass auch die SG nicht ohne Karte blieb.

 

Einziges Highlight in der zweiten Hälfte? Leenis Siegestor, dass uns den Sonntag rettete. So wie dieses Tor herausgespielt war, hätte eigentlich das ganze Spiel aussehen sollen. Ein Hoffnungsschimmer an einem sonst eher trostlosen Sonntag. Wir können es ja doch, wir müssen nur trainieren, trainieren, trainieren. Ein Unentschieden gegen Elmschenhagen/Barsbek wäre wirklich nicht akzeptabel gewesen. So sind wir mit einem blauen Auge und drei Punkten (!) davongekommen. Nächstes Wochenende – ist schon wieder spielfrei. Überraschung! Aber im November, am 04.11., geht es dann (wieder auf dem SVE-Platz) gegen die SC Fortuna Wellsee.