04.10.2018
Kategorie: Frauen

Spielbericht: KMTV II – SVE Comet Kiel

Sonntag, 30.09.2018


Aufstellung:

 

Tor: Lynsche

 

Abwehr: Saskia, Lisa, Maren, Janine

 

Mittelfeld: Theresa, Michi, Ilka, Jule, Nele

Sturm: Emma

 

Bank: Genti, Vanessa, Anni, Leena, Anna

 

 

Nachdem wir am letzten Samstag gegen den Tabellenletzten eine ruhige Kugel schieben konnten, waren wir diesen Sonntag beim Tabellenersten KMTV II zu Gast. Hier galt es zu zeigen, dass wir uns nicht einfach so zur Seite wischen lassen. Entsprechend defensiv gingen wir auf den Platz. Theresa bekam die Sonderaufgabe, die Nummer Drei, die Goalgetterin des KMTV II auszuschalten, die mit bislang 14 Treffern in der laufenden Saison unangefochten auf Platz Eins der Torjägerliste steht. Dass dies ein Kopf-an-Kopf-Rennen werden sollte, zeigte sich schon nach wenigen Minuten, als die beiden beim Kampf um den Ball tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes mit den Köpfen zusammenstießen.

 

Die ersten 15 Minuten des Spiels sahen gut aus, auch wenn wir eigentlich die meiste Zeit damit beschäftigt waren, zu verteidigen. Der KMTV II hatte offenbar geglaubt, uns hier schnell vom Platz schießen zu können, denn als es nach der ersten Viertelstunde immer noch 0:0 stand, wurden sie zunehmend nervös und aggressiver, sodass das Spiel insgesamt kippte. Zuschauer, die sich auf schönen Fußball gefreut hatten, wurden leider enttäuscht: Körpereinsatz gewann gegen Passspiel. Der KMTV II startete Angriff um Angriff, konnte unsere heute wirklich sehr disziplinierte Abwehrreihe jedoch nicht überwinden. All die Leichtsinnsfehler aus den vergangenen Spielen – vergessen! Davon war nichts mehr zu sehen. Da ihre Haupttorschützin weitestgehend aus dem Spiel genommen war, musste sich der Kieler Männerturnverein anders helfen. Zwar gelang es ihnen, unsere Abwehr gut zu beschäftigen, wirklich zwingende Torchancen erarbeiteten sie sich aber kaum. Wenn dann doch mal ein Schuss (oder Schüsschen) aufs Tor kam, dann war Lynsche zur Stelle. Der Wille zum Tor wurde leider so groß, dass es in der ersten Hälfte gleich zweimal zu einem direkten Zusammenprall mit unserer Torhüterin kam, sodass Lynsche in der Pause an der Schulter verletzt ausgewechselt werden musste. Was nun? Die arme Lisa musste das von Eiswasser getränkte Torwarttrikot überziehen, während Genti ihre Position in der Innenverteidigung einnahm. Gleichzeitig kam Anna für Michi neben Theresa auf die Sechs. Anni war kurz zuvor bereits für Jule eingewechselt worden und Leena kam nun zur Halbzeit für Ema in den Sturm, die zwar wie immer alles versucht hatte, der Abwehr des KMTV aber rein körperlich nicht so viel entgegenzusetzen hatte. Auch mit dieser neuen Aufstellung stand unsere Abwehr weiterhin bombenfest und brachte den Tabellenführer an den Rand der Verzweiflung. Nun konnten wir uns immer öfter bis zum Strafraum vorspielen. An der reinen Anzahl der möglichen Torchancen mag KMTV II uns sowohl in der ersten als auch in der zweiten Hälfte überlegen gewesen sein, doch die Chancen, die wir hatten, sahen deutlich gefährlicher aus. Zweimal hatten die Gegner nur Glück, dass der Ball knapp am Tor vorbeiging. Der KMTV II versuchte zwar unermüdlich aus allen Lagen aufs Tor zu schießen, doch die Abschlüsse wurde immer unkonzentrierter. Die Nummer Drei wollte unbedingt ihr Tor, doch Theresa stand ihr so dicht auf den Füßen, dass sie zweimal gleich ganz am Ball vorbeitrat und über ihre eigenen Füße stolperte. Einen gefährlichen, gut platzierten Schuss aufs Tor konnte sie in der zweiten Hälfte abgeben, aber da war Lisa mit ihrer Faust zur Stelle. Gegen Ende wurde das Spiel wieder ruppiger. Mehrmals musste wegen Verletzungen unterbrochen werden. Erst humpelte Leeni mit einer Fußverletzung vom Platz, dann musste in der Nachspielzeit für Anna sogar der Krankenwagen gerufen werden, nachdem sie den Ellenbogen ihrer Gegenspielerin an die Schläfe bekommen hatte (Entwarnung: Inzwischen geht es ihr wieder ganz gut.)

 

Die letzte Minute nach Wiederanpfiff überstanden wir gut, sodass wir das Unentschieden in den Endstand retten konnten – gegen den KMTV II sicherlich ein Ergebnis mit dem wir zufrieden sein können. Dass wir hier mitspielen können, haben wir jedenfalls gezeigt.