29.05.2018
Kategorie: Frauen

Spielbericht: SVE Comet – SG Flintbek/Russee

Mittwoch, 16.05.2018


Das Spiel am letzten Mittwoch war für uns alle ein Wechselbad der Gefühle und definitiv nichts für schwache Nerven. Zunächst war die Freude groß, denn wir durften Jaquline Burmester und Nele Rousseau nach mehrjähriger Pause wieder willkommen heißen.

 

Wir spielten mit Maike im Tor, Theresa und Jaquline als Außenverteidigerinnen, Martina und Maren in der Innenverteidigung, davor im zentralen Mittelfeld Anna und Lisa, auf den Außenbahnen rechts Lnynsche, links Jojo und vorne im Sturm Leeni, endlich mal nicht alleine, sondern unter Unterstützung von Zwillingsschwester Annika. Die Bank war eigentlich gut besetzt mit Nele, Jule und Michi.

 

Die etwas offensivere Ausrichtung machte sich zunächst jedoch nicht bezahlt. Die ganze erste Hälfte blieb auf beiden Seiten zunächst relativ ereignislos, wobei wir immer wieder in Schwierigkeiten gerieten, da die Kommunikation nicht ganz einwandfrei funktionierte, wenn Flintbek/Russee unser Mittelfeld überlief und in Überzahl angriff. Besonders die Kapitänin Kerstin Sievers war ein dauernder Gefahrenherd. Dennoch konnten wir immer irgendwie rechtzeitig klären und die SG kam selten zum Schuss. Auch als wir nach 25 Minuten umstellten, da Jacky nach so langer Fußballpause verständlicherweise erst mal genug hatte, und Lisa ihre Position übernahm, während Michi ins zentrale Mittelfeld ging, brachte uns das nicht aus der Ruhe. Nur wenig später jedoch, fuhr uns der Schrecken ordentlich in die Glieder. Maike wehrte den Ball ab, Maren schoss ins Aus, soweit alles gut – aber Maike stand nicht wieder auf, sondern hielt sich liegend die schmerzende Schulter. Es half nichts, sie musste ins Krankenhaus gefahren werden und Lisa zog sich das Torwarttrikot über. Die Außenverteidigung übernahm Nele. (Inzwischen können wir melden, dass es sich leider nicht nur, wie wir hofften, um eine ausgekugelte Schulter handelte, sondern tatsächlich etwas gebrochen zu sein scheint. Dies wird wohl Maikes letztes Spiel als Torhüterin gewesen sein.)

 

Nach der Halbzeitpause wollten wir noch offensiver werden, daher kam Jule für Lynsche, die ohnehin nach Hause musste, auf die rechte Außenbahn, wo sie mal wieder richtig für Alarm sorgen sollte. Der Spaß wärte leider nicht lange, den nach nur wenigen Minuten bekam sie einen Tritt an den Knöchel und musste mit schmerzverzerrtem Gesicht den Platz verlassen. Nele musste auf ihre Position rücken und Jacky ging wieder in die Abwehr. Schwuppdiwupp: keine Auswechselspieler mehr. Einfach kein Glück heute? So kann man es auch nicht sagen, denn als Theresa im Strafraum mit der Hand an den Ball kam und einen Elfmeter verursachte, hatten wir Fortuna plötzlich wieder auf unserer Seite. Die gegnerische Torhüterin vergab die einmalige Chance: Der Ball ging an die Latte. Dafür bekamen wir wenig später einen Freistoß in guter Position, für den sich Martina den Ball zurechtlegte. Lehrbuchreif versenkte sie ihn zu ihrem zweiten Saisontor in der Ecke. Nun hatten wir wieder Aufwind. Kurz darauf, in der 57. Spielminute ein Doppelpass zwischen Anna und Michi und plötzlich steht es 2:0 für uns! Wir drängten Flintbek/Russee immer mehr in ihre eigene Hälfte und hatten Chance auf Chance. Es wurde unser Spiel. Gegen Ende hin ließen unsere Kräfte jedoch immer mehr nach. Der Schiedsrichter ließ unverhältnismäßig lange nachspielen (dabei hatte es in der zweiten Hälfte doch gar keine nennenswerten Unterbrechungen mehr gegeben) und wir brachen ein. Im Nachhinein ist es unmöglich zu rekonstruieren, wie es dazu kam, doch nur wenige Minuten vor Schluss, war es erst die gegnerische Kapitänin, die einnetzte und dann laut Spielbericht ein Eigentor von Maren, das zum ausgeglichenen Endstand von 2:2 führte. Von uns hat zwar niemand gesehen, wie Maren den Ball noch berührte, Fakt ist jedoch: Der Ball landete – wie auch immer – hinter der Linie und wir verspielten so die Führung. Als der Schiedsrichter endlich abpfiff waren wir dennoch froh, denn inzwischen hatten auch Anni und Leeni mit Verletzungen zu kämpfen. Das Ergebnis war fast schon egal, Hauptsache, wir kriegen nächsten Donnerstag zum letzten Spiel der Saison in Friedrichsberg/Busdorf noch einmal eine vollständige Mannschaft zusammen…