17.05.2018
Kategorie: Frauen

Spielbericht: SVE Comet – PTSK


Am Sonntag mussten wir wieder bei herrlichem Wetter gegen den PTSK ran und wieder viel uns das Spiel unerwartet schwer und das, obwohl Theresa bei einem Sieg in diesem Spiel neue Stutzen für die nächste Saison in Aussicht gestellt hatte. Da waren alle Warnungen im Vorfeld, wir sollten uns nicht wieder an das Spielniveau des Gegners anpassen, nutzlos. Heuschnupfengepeinigt traten wir auch diesmal teilweise ungewöhnlich kraftlos auf, was uns umso mehr ärgerte, da wir schon im Hinspiel das gleiche Problem hatten. Wir spielten mit Maike im Tor, Anna und Martina in der Innenverteidigung, Vögelchen und Lisa als Außenverteidiger, Genti auf der Sechs, Illi und Michi im zentralen Mittelfeld, Anni und Jojo auf den Außenbahnen und Leeni wieder alleine im Sturm.

 

Trotz oben genannter Schwächen, die anfangs auch zu einigen Abstimmungsfehlern führten, hatten wir den PTSK in den ersten 30 Minuten ganz gut im Griff. Allerdings machten auch die gegnerischen Verteidigerinnen ein gutes Spiel und schafften es immer wieder, den Ball einfach abzulaufen. Dennoch ergaben sich auf unserer Seite zahlreiche Chancen. Lisa, die trotz Krankheit gut gekämpft hatte, bekam nach einer halben Stunde ihre wohlverdiente Pause und Lynsche ging für sie auf die Außenbahn. Vivi kam für Jojo. Nach einem guten Vorstoß von Lynsche, der jedoch letztlich doch wieder von der gegnerischen Abwehr abgefangen wurde, schalteten wir nicht schnell genug um, hatten nicht rechtzeitig verschoben und kamen so nur noch mit Mühe an den Ball, Pass zu Maike, die in der Bedrängnis nichts mit ihm anzufangen wusste, ungenauer Pass auf außen und schon lagen wir 0:1 hinten. So hatten wir uns das Spiel diesen Sonntag nicht vorgestellt. Dieses Gegentor brachte uns zunächst ganz schön aus der Bahn. Wir wurden fahrig im Spiel und wütend, konnten diese Energie aber noch nicht richtig in ein gutes Angriffsspiel umsetzen. Immer wieder spielten wir die langen Pässe nach vorne, die bei der Hitze aber bald niemand mehr erlaufen konnte. Leeni konnte im Sturm mit ihrer Zerrung und schmerzverzerrtem Gesicht auch nur noch humpeln. Zeit für die Pause.

 

Nun durfte auch die abgekämpfte Genti kurz raus. Lisa ging auf die Sechs und Jule wirbelte über die Außenbahn. Unser Spiel wurde langsam wieder besser, ruhiger und wir versuchten umzusetzen, was Pelle uns eingetrichtert hatte: Keine langen Pässe mehr, zusammenspielen. Wir verzeichneten zwei Lattentreffer, aber ins Tor wollte der Ball noch nicht. Eine Viertelstunde vor Schluss kam Theresa noch einmal frisch von der Bank für Lisa. Wenn wir das Spiel noch drehen wollten, dann musste bald etwas passieren. Von nun an schossen wir eigentlich nur noch aufs Tor. Selbst Theresa – seltener Anblick – suchte zweimal den Torabschluss. Wenig später stellte Pelle auf eine offensivere Ausrichtung um, indem Abwehrspielerin Lynsche vom Platz ging und Genti vorne für Alarm sorgte. Als llli in der 78. Minute zum Schuss anlief, konnte man schon an ihrer Körpersprache und der Entschlossenheit in ihrem Blick erkennen, dass dieser Ball sein Ziel finden würde. Unhaltbar und mit unglaublicher Wucht fand er seinen Weg links oben ins Eck. Kurzer Jubel und dann ging es weiter. Noch 10 Minuten, um hier doch noch drei Punkte und die neuen Stutzen zu holen. Wieder erlöste uns unsere Spezialistin für Tore in letzter Sekunde: Genti traf in der 89. Minute nach einem schönen Pass von Jule zum 2:1.

 

Eins ist sicher, an diesem Sonntag standen nicht nur den Spielerinnen, sondern auch den Zuschauern die Schweißperlen auf der Stirn. Das hatten wir wirklich unnötig spannend gemacht. Gleich am Mittwoch geht es weiter mit einem Heimspiel gegen Flintbek/Russee auf dem Cometplatz.