21.11.2017
Kategorie: Frauen

Spielbericht: SVE Comet – TSV Friedrichsberg-Busdorf

Sonntag, 19.11.2017


Nach sechswöchiger Spielpause bedingt durch Spielausfälle und Herbstferien durften wir an diesem Sonntag nun doch mal wieder Am Radsredder den Rasen malträtieren und endlich unsere nagelneuen Trikots gesponsert von Wärmepartner Exner & Schmidt präsentieren. Der Boden war tief nach dieser verregneten Nacht, aber nun präsentierte sich der November mit bestem Herbst- und Fußballwetter. Endlich wieder Fußball spielen – das galt vor allem auch für unsere Mannschaftsführerin Illi, die nach langer Verletzungspause an ihrem Geburtstag (!) auf das Spielfeld zurückkehrte.

 

Aufstellung:

 

Tor: Maike Rademacher

 

Abwehr: Janine Vogler, Maren Hamann, Mimi Klafki, Jenny Lynsche

 

Mittelfeld: Maggy Deichmeier, Anna Schwee, Michi Müller, Ilka Marisa Iwers, Leeni Meyer-Fröber

 

Sturm: Annika Fröber

 

Bank: Theresa Homm, Lisa Burmester, Jule Exner, Martina Weiß

 

Die ersten Minuten waren leider katastrophal. Unsere Abwehr schien gedanklich noch dem Samstagabend nachzuhängen. Die gegnerische Top-Torjägerin tanzte eine nach der anderen aus und konnte bereits in der 4. Minute das 0:1 schießen. In der 12. Minute setzte sie sich wieder alleine gegen 4 durch. Zwar kam Illi noch mit unglaublicher Geschwindigkeit angerauscht, doch fand sie auf dem rutschigen Boden nicht den Halt, um ihr in letzter Sekunde den Ball vom Fuß zu schnipsen, sodass es nach nicht einmal einer Viertelstunde 0:2 stand. Zeit für einen Wechsel? Theresa musste sich warmlaufen. Doch allein die Aussicht, das Spiel in kuscheliger Jacke mit Butterkeksen auf der Bank zu weiterzuverfolgen, schien Maren und Mimi zu beflügeln. Ab jetzt hatten sie die Doppeltorschützin im Griff. Das Spiel drehte sich. Wir hatten Chance um Chance.

 

Theresa musste nun noch ein wenig warten und kam schließlich für Lynsche als linke Außenverteidigerin und Michi gab uns neue Hoffnung, indem sie in der 27. Minute mit einem ihrer genialen Schüsse den Ball absolut sehenswert im Tor versenkte. Nur 10 Minuten später konnte Leeni nachlegen. Mit 2:2 ging es in die Halbzeit. Für die angeschlagene Leeni kam Jule und Lisa kam für Anna, die ebenfalls mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Platz ging. Die zweite Hälfte ging zunächst weiter wie die erste aufgehört hatte. Wir hatten eine Chance nach der anderen, das Spiel fand eigentlich nur in der gegnerischen Hälfte statt, was aber nur zu deutlich unser altes Problem zeigte: Wir schafften es nicht, den Ball hinter die Linie zu schieben. Da wagte Lisa einen Vorstoß über die linke Seite – und wurde prompt im Strafraum von den Füßen geholt. Elfmeter. Wer sollte schießen? Eigentlich war die Sache klar. Captain Illi nutzte ihr Geburtstagsglück – und das war bei diesem Schuss auch notwendig. Die Torhüterin bekam den Ball noch zu fassen, der Schuss war aber so hart, dass er ihr gegen den Innenpfosten prallte und doch noch ins Tor trudelte. Leider blieb nicht viel Zeit zur Freude, denn die Gegner legten nach. Besagte Spielerin, die wir so schwer in den Griff bekamen, spielte wieder drei von uns aus. 3:3. Schockstarre. Friedrichsberg-Busdorf drehte nun richtig auf. Theresa schoss ihre Gegenspielerin ab, statt über sie hinwegzuschießen.

 

Der Ball prallte weit von den schützend vor den Oberkörper gerissenen Händen ab und während wir noch „Ist das nicht Hand?!“ riefen, schossen die Gegner das 3:4. In dieser verzweifelten Lage rettete uns wieder Michi. Es stand wieder 4:4. Es war klar: Da geht noch was. Just in diesem Moment rief der Schiedsrichter die Mannschaftsführerinnen zu sich. Die Sonne war inzwischen hinter den umstehenden Bäumen verschwunden und es wurde langsam dunkel. Spielabbruch? Kam für uns nicht in Frage. Wir hatten mehr als einmal darauf gedrängt, das Spiel auf 14 statt 15 Uhr zu verlegen, nun wollten wir auch zu Ende spielen und mit einem 4:4 konnten wir uns bei diesem Spielverlauf nicht begnügen. Außerdem waren es doch eh nur noch 5 Minuten. Nach gefühlt fünfminütiger Diskussion ging es unter großen Protesten des gegnerischen Trainers weiter.

 

Und Michi, woman of the match, schoss tatsächlich das 5:4! Nach dem Wiederanpfiff verletzte sich eine Gegenspielerin unglücklich im Zweikampf (Gute Besserung!). Die Behandlung dauerte so lange, dass danach definitiv nicht wieder angepfiffen werden konnte, denn es war nun endgültig finster. Ein merkwürdiges Ende. Dennoch haben wir uns die drei Punkte glasklar verdient und wir rücken damit auf den 6. Platz vor.