29.10.2019
Kategorie: Frauen

Spielbericht: SVE Comet Kiel – SG Ascheberg-Kalübbe

Sonntag, 27.10.2019


Aufstellung:

 

Tor: Lynsche

 

Abwehr: Lara, Lisa, Alix, Theresa

 

Mittelfeld: Maren, Saskia, Kristin, Illi, Jule

 

Sturm: Michelle

 

Bank: Klinge, Mila, Tatjana, Jules

 

Nach vierwöchiger Pause durften wir heute endlich zum Heimspiel gegen die SG Ascheberg-Kalübbe antreten. Nach dem bisher leider erfolglosen Start in die Saison 2019/2020 waren drei Punkte Pflichtprogramm. Die lange Herbstferienpause hatte uns Gelegenheit zur Regeneration gegeben. Die meisten Verletzungen waren ausgeheilt, dafür machten nun Erkältungen die Runde.

 

In der ersten Halbzeit waren wir dennoch eindeutig die überlegene Mannschaft. Das zweikampfstarke Mittelfeld mit Maren und Saskia auf der Sechs und Jule und erstmals Kristin auf der Außenbahn entlastete die Abwehr, die SG wurde in der ersten Halbzeit eigentlich kaum gefährlich. Wir standen sehr kompakt, sodass lediglich lange Bälle das Mittelfeld überbrückten, aber hier war Lynsche stets zur Stelle. Nach vorne waren wir anfangs noch ein wenig zu einfallslos, verbesserten uns jedoch kontinuierlich. In der 24. Minute kam Michelle, auch Flash genannt, in vollem Tempo über außen und spielte einen scharfen Laufpass auf Illi, den diese gerade noch erwischte und aufs Tor lenkte – passt er noch oder geht er vorbei? – Jule und ihre Gegenspielerin laufen mit – ist noch eine Fußspitze dazwischen? Aber nein, der Ball zappelt im Netz und wir sind in Führung.

 

Nach der Pause ließen die Kräfte langsam nach und der zweite eiskalte Regenschauer an diesem Tag machte es nicht unbedingt besser. Ascheberg-Kalübbe baute Druck auf. Just in diesem Moment wurde aber Michelle im Strafraum von den Beinen geholt. Gelb für die SG und Elfmeter für uns. Ohne zu zögern legte Kristin sich den Ball zurecht. Die Torhüterin ahnte die richtige Ecke, war aber letztlich chancenlos. Die Freude währte leider nicht lange, denn wir wähnten uns offenbar in zu großer Sicherheit. Innerhalb weniger Minuten konnte die SG zuerst den Anschlusstreffer und dann den Ausgleich erzielen. Das konnte doch nicht wahr sein! Beide Mannschaften wollten nun um jeden Preis ein weiteres Gegentor vermeiden. Minutenlang bestand das Spiel nur noch aus nervenzehrenden Einwürfen. Das schönste war eindeutig der Regenbogen, der in seltener Farbenpracht über dem Radsredder erstrahlte. Illi war es, die den Goldtopf am Ende des Regenbogens fand. Die frisch eingewechselte Jessi (für Michelle im Sturm) passte mit ihrem ersten Ballkontakt auf Jule, die auf Illi ablegte, die uns in der 74. Minute rettete. Mit diesem Befreiungstor kam auch die zweite Luft und wir wurden in den letzten 15 Minuten noch einmal deutlich offensiver. Endlich passierte wieder was. Jule kassierte noch eine gelbe Karte für ein Stürmerfoul. Auch die Umstellung in der Abwehr (die angeschlagene Lisa musste entkräftet raus, für sie kam Mila, sodass Maren in die Innenverteidigung zog) konnte uns nicht mehr in Gefahr bringen. Mit letzten Kräften behaupteten wir die drei Punkte. Nach dem Abpfiff dauerte es noch ein bisschen, bis wir wirklich realisierten, dass wir heute den ersten Saisonsieg eingefahren hatten.